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1954 23. 12 in Balingen geboren Kindheit und Schule in Ebingen (seit 1975 Albstadt) 1974 Abitur am Gymnasium Ebingen 1974 – 1976 Zivildienst, anschließend Werkstatterzieher ohne Ausbildung in einer WfB 1976 – 1983 Studium der Germanistik, Slavistik, Musikwissenschaft, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an den Universitäten Regensburg, Tübingen, Wien, Bamberg und Mainz 1982 – 1984 Betreuung der Musikhistorischen Sammlung Jehle im Stauffenberg-Schloß Lautlingen (für Infos klicken Sie hier) 1982 – 1993 Aufbau und Betreuung des Hildesheimer-Archivs. Das Archiv des 1991 gestorbe- nen Schriftstellers und bildenden Künstlers Wolfgang Hildesheimer befindet sich seit 1993 in der Akademie der Künste Berlin (für Infos klicken Sie hier) 1983 M.A. in Mainz bei Wulf Segebrecht Hochzeit mit Andrea Eppler, Trauzeugen Silvia und Wolfgang Hildesheimer Geburt des Sohnes Martin 1984 – 1991 Zahlreiche Hildesheimer-Editionen 1990 Promotion in Tübingen bei Walter Jens, summa cum laude 1993 – 1997 Freier Mitarbeiter der Stuttgarter Zeitung 1995 Umzug mit der Familie nach Geislingen bei Balingen 1996 – 1999 Kurse Literarische Neuerscheinungen im Kräuterkasten Ebingen 1998 ff. Arbeit an Das lichtlose Tier, der Krieg. Der Roman meiner Mutter 2003 Dreharbeiten von Komm, wir träumen 2004 – 2005 Im Auftrag eines Freundes: Verkauf einer Sammlung illustrierter Kinder- und Jugendbücher, aber auch anderer antiquarischer Bücher (bis ins 17. Jahrhundert zurück), zuerst bei Ebay, nun bei booklooker (bei Interesse klicken Sie hier) 2005 Erste Endfassung von Das lichtlose Tier, der Krieg. Der Roman meiner Mutter Übernahme der Herausgabe von Wolfgang Hildesheimers Briefen an die Eltern (1937 - 1962) für Suhrkamp, Arbeitstitel: Die sichtbare Wirklichkeit bedeutet mir nichts 26. Oktober: Offizieller Kinostart von Komm, wir träumen 2006 Touren mit Komm, wir träumen Forschungsarbeit für Hildesheimers Briefe an die Eltern, parallel Arbeit an einer korrigierten und erweiterten Hildesheimer-Bibliographie Mai: die unveränderte Neuauflage Ulrike erscheint Sommer: Fertigstellung des schmalen Roman-Manuskripts Friederike 16. November: Komm, wir träumen gewinnt als bester Spielfilm den Golden Artist auf dem 1. internationalen HD-Festival in München Mitarbeit an der DVD von Komm, wir träumen 2007 Touren mit Komm, wir träumen Mitarbeit an Patricia Stanleys amerikanischer Übersetzung von Ulrike Juni: DVD von Komm, wir träumen erschienen August: Beginn der literarischen Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Chris Burgmann 2008 Mai: das Buch von Hanna Jehle: Gedichte. Gesammelt und kommentiert von Volker Jehle erscheint, Seitenpfad von Das lichtlose Tier, der Krieg August: Beginn der Erstellung eines digitalen Bestandsverzeichnisses der Musikhistorischen Sammlung Jehle November: Come, let's dream!, Patricia Stanleys Übersetzung von Ulrike erscheint Ende November: Burgmann & Jehle: Der Geschichtenerzähler erscheint 2009 Juli: Highly Commended Award in the ILAE (International League Against Epilepsy) Centenary Film Competition
Bücher (als Autor und als Herausgeber) finden Sie unter Bücher, DVD Theaterstück, literarische und wissenschaftliche Texte, Drehbücher, Rundfunk-Essays, Reden, Rezensionen, Briefe, Interviews etc. finden Sie unter Verstreutes Portraitfotos etc. finden Sie unter Fotos Veranstaltungen mit bebilderter History finden Sie unter News (rückwärts chronologisch)
Förderkreis deutscher Schriftsteller 1986 und 1989 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 1991 für Ulrike (für Infos klicken Sie hier) Nominierung zum 1. Baden-Württembergischen Drehbuchpreis 1999 (seit 2008: Thomas Strittmatter Drehbuchpreis) für das Drehbuch Ulrike Golden Artist für Komm, wir träumen auf dem 1. HD Festival München, 16. 11. 2006 Highly Commended Award in the ILAE (International League Against Epilepsy) Centenary Film Competition 2009 für Komm, wir träumen Mitglied des VS Baden-Württemberg
Lesungen (aus eigenen und fremden Werken) Schullesungen (für Infos klicken Sie hier) Reden zu Ausstellungs-Eröffnungen, Jubiläen etc. (Zum Verzeichnis Baden-Württembergischer Autoren klicken Sie hier)
Volker Jehle arbeitet seit einigen Jahren an einem fünfteiligen Roman Das lichtlose Tier, der Krieg mit dem Untertitel Der Roman meiner Mutter; einer Familiengeschichte von ca. 1800 bis 1999, Arbeit wegen der Vorbereitung der Edition von Wolfgang Hildesheimers Briefen an seine Eltern unterbrochen
An dieser Stelle wird von Zeit zu Zeit ein aktueller Text veröffentlicht. Diesmal heißt er:
Das Buch ist 2008 bei Shaker Media erschienen, 176 S., 14,80 €
So will ich in mein Bettlein gehn, und all mein Werk soll ruhn. Zu meines Liebsten Wohlergehn, kann ich nichts Schön’res tun.
Dann streck ich meine Hände aus und bitt’ den lieben Gott, daß Er in Gnaden stillen woll all unsre Heimwehnot.
Zuletzt breit ich die Arme weit nach dem Geliebten aus, damit sein Seele und sein Leib in mir gelang’n nach Haus.
Und endlich deckt der milde Schlaf mich, Kindlein, gütig zu. – Vielleicht gönnt er auch diese Nacht Dir, Liebem, gute Ruh. –
(9. April 1940)
Hanna Jehle (1916 – 1997) datierte das Gedicht exakt, was sie nur tat, wenn ein besonderer Anlaß vorlag, und zwar datierte sie es mit „am Abend des 9. IV. 40.“ An diesem Tag, 9. April 1940, war Martin Jehle (1914 – 1982) mit dem Fallschirm über dem Flugplatz Oslo abge- sprungen. Die Besetzung Norwegens war so geheimgehalten worden, daß die Fallschirm- springer erst unterwegs im Flugzeug ihr Ziel erfahren hatten, im Reich erfuhr man erst am nächsten Tag davon.
O, Mund, du roter, wozu blühest du? O, Hälslein, zartes, wozu schimmerst du? O, Brüstlein, weißes, wozu knospest du? O, Blut, du warmes, wozu klopfest du?
O, Kind. du großes – warum weinest du?
(Mai 1940)
Mit roter Tinte geschrieben und auf dem rechten Seitenrand vermerkt: „Laufen / im Mai 1940, / als mein Martin in Norwegen / gewesen ist." Im Mai war Martin Jehle längst nicht mehr in Oslo, sondern unterwegs nach Norden. Der Postweg – hin und her – dauerte zu dieser Zeit etwa drei Wochen. Am 27. Mai antwortete er: „O, Hannelein, / feines / warum zweifelst Du?“